Energiekriese

Ab Anfang 2000 Jahre galten Pellets als gute Alternative zu herkömmlichen Brennstoffen. Nachwachsender Rohstoff, klimaneutral, unkompliziert in Handhabung. Pelletwerke schossen aus dem Boden wie die Pilze nach warmen Regen im Herbst. Preise und Branche stabilisierten sich und bis 2020 konnte man relativ kostengünstig, im Vergleich zu Gas oder Heizöl, das Haus warm halten. Seit beginn der Corona Krise wurde auf einmal das Holz teuerer. Späne, die als Rohstoff zur Herstellung von Pellets benutzt wird, wurde dem entsprechend auch teurer. Der Pelletpreis ging leicht nach oben. Mit dem Kriegsbeginn in Ukraine und Einführung der Sanktionen gegen Russland, schoss als erstes Gaspreis in die Höhe. Anderen Energieträger folgten. Der Pelletpreis stieg ab Februar 2022 jeden Monat unermüdlich Richtung „unbezahlbar“ auf. Gewöhnliche Preisreduktion am Ende der Heizperiode verwandelte sich in Preissteigerung. Wenn im März-Juni der Preis durchschnittlich um 50 Euro pro Monat stieg, waren es ab Juli jeden Monat pro Tonne schon 100 Euro mehr. Im September gab es schon Händler, die eine Tonne Pellets für 900 Euro und mehr verkauft haben. Somit, je nach Verdienstmöglichkeiten, müssen einige Hausbesitzer halben Monatslohn bezahlen, um das Haus einen Monat einigermaßen warm zu halten.



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